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Auslandsprojekt "Bagrote" - Nordpakistan

Mädchenbildung macht den Unterschied!
Informationen zum Schulprojekt in Nord-Pakistan
In die Schule gehen. Was für deutsche Mädchen ganz normal ist, hat für die Mädchen im Bagrot-Tal (Nord-Pakistan) einen hohen Stellenwert.
Nur so haben sie die Chance einen Beruf zu ergreifen und selbstbewusst am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ohne Schulbildung war die Rolle der jungen Mädchen und Frauen auf die Führung des Haushalts, das
Hüten von Vieh und die Kindererziehung beschränkt. Heute tragen dagegen viele der Absolventinnen der Monika Girls High School mit ihrer Erwerbstätigkeit maßgeblich zu einem regelmäßigen Familieneinkommen
bei.

Interview mit Frau Schneid

Um das zu erreichen, unterstützt die BBS Heinrich-Haus die Monika Girls High School. Diese wurde 1992 durch eine private Initiative der Ethnologin Monika Schneid gegründet. Zuvor gab es in dem Hochgebirgstal im Norden
Pakistans nur Jungenschulen. Mittlerweile werden hier ca. 400 Mädchen unterrichtet. Nach Abschluss ihrer Schulausbildung engagieren sich die Mädchen für die Gemeinschaft, z.B. auf dem Gebiet der Gesundheitsfürsorge oder als Lehrerinnen. Schrittweise lässt sich auch ein Wandel in Hygiene, Ernährung und Säuglingspflege beobachten, verbunden mit einer größeren Selbständigkeit der jungen Frauen. Gleichzeitig ist das Heiratsalter gestiegen, was bereits zu einer niedrigeren Geburtenrate und gesünderen Müttern und Kindern in dieser Gruppe geführt hat. Im Bagrot-Tal am Rande des Himalaya-Gebirges leben ca. 6500 Menschen. Die Haupterwerbsquellen sind Ackerbau und Viehzucht. Die Infrastruktur ist wegen der schlecht zugänglichen Lage stark unterentwickelt. Erst seit zehn Jahren ist das Tal zeitweise mit Strom versorgt. Seit 1927 gab es im Bagrot-Tal Jungenschulen. Die Mädchen aber blieben ohne Schulbildung. Monika Schneid, die zwei Jahre in dem Dorf Datuchi gelebt und geforscht hatte, erkannte den Bildungsmangel unter den Mädchen und Frauen und gründete 1992 die Monika Girls High School. Die Schule finanziert sich überwiegend aus Spenden. Aufgrund dieser besonderen
Situation müssen die Schülerinnen kein Schulgeld zahlen. Das ist wichtig, denn so bekommen alle die Chance, die Schule zu besuchen. Die Eltern tragen ihren Teil dazu bei, indem sie die Schulkleidung, Stifte, Schultaschen und Bücher kaufen und zum Teil auf die Mithilfe ihrer Töchter im Haushalt oder in der Landwirtschaft verzichten, um ihnen die Schulbildung zu ermöglichen. Im Jahre 2012 wurde zwischen der BBS Heinrich-Haus und der Monika Girls High School eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Neben einer Förderung der weiteren Entwicklung der Schule durch unterschiedliche Aktionen sollen Spenden insbesondere dazu beitragen, die Situation von jungen Menschen
mit Behinderungen vor Ort zu verbessern. Als weiterer Kooperationspartner konnte in diesem Zusammenhang der Verein bezev (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit) aus Essen gewonnen werden. Dieser soll u.a. dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad des Bagrote-Projektes an Schulen zu erhöhen. Weitere Informationen zur Monika Girls High School unter www.bagrote.net.

In einem gemeinsamen Projekt haben die Klassen der Verwaltungsfachangestellten, Raumausstatter und Tischler eine Informationswand zur Monika Girls High School erstellt

Wie sehr sich die Mädchen in Pakistan für Bildung interessieren und engagieren zeigte 2013 ein neuer Flyer

BBS Heinrich-Haus gewinnt Europapreis 2015

Aus den Händen von Staatssekretärin Heike Raab konnten Schülerinnen und Schüler der BBS Heinrich-Haus den Europapreis 2015 entgegennehmen. Sie haben damit unter 41 teilnehmenden Schulen den ersten Platz erzielt.
Der mit 1 500,00 € dotierte Preis wurde für herausragende Leistungen im Zusammenhang mit dem „Bagrote-Projekt“ erzielt …